Mikro-ÖV-Projekt "Mürz-Mobil"

Was ist ein Mikro-ÖV System?

Unter einem "Mikro-ÖV System" versteht man in erster Linie das Angebot für Nahmobilität in Gemeinden, in denen das öffentliche Verkehrsnetz nicht ausreicht oder nicht optimiert ist. Es sollen die Mobilitätschancen für bestimmte Personengruppen gesteigert werden. Primäres Anliegen ist es, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und Zielgruppen, die kein eigenes Auto nutzen können oder wollen, zu unterstützen.

In der Regel wird ein Mikro-ÖV System dort eingerichtet, wo das öffentliche Verkehrsangebot nicht ausreicht bzw. wo ein besonderer Bedarf einer bestimmten Zielgruppe wahrgenommen wurde.

 

Mikro-ÖV Lösungen an der Schnittstelle zu anderen Verkehrsdiensten

Mikro-ÖV Lösungen an der Schnittstelle zu anderen Verkehrsdiensten

Ausgangssituation für das Mikro-ÖV System "Mürz-Mobil"

Die gesamte Kleinregion ist im Zusammenhang mit dem öffentlichen Verkehr eine Problemzone. Die Erreichbarkeit des Zentralraumes um die Stadt Mürzzuschlag aus der Region mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr problematisch, weil nur noch wenige Verbindungen wirtschaftlich mit Bussen bedient werden können.

Eine besondere Herausforderung stellt die Versorgung der Bevölkerung in den Randgemeinden des Gebietes dar. Es gibt derzeit nur sehr wenige Möglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln die täglich notwendigen Fahrten zu erledigen, für fast alle Erledigungen ist ein eigener PKW oder ein entsprechender Transport notwendig.

Um diese Situation zu verbessern und damit auch die Region überlebensfähig zu machen, soll eine Alternativlösung mit einem Mikro-ÖV System entwickelt werden.

Ziel des Projektes

  • Vorstudie und Konzept zur Bedarfsfeststellung
  • detaillierte Machbarkeitsstudie inklusive Finanzierungsvorschlägen
  • Ausgehend von regionalen Untersuchungen bezüglich der Erreichbarkeit der Wohnorte und Arbeitsplätze, soll ein kosten- und ressourcengünstiges Mikro-ÖV System entworfen werden (z.B. Bürger- oder Gemeindebus, Anrufsammeltaxi).
  • Die Mobilität in der Region ohne PKW - und darauf aufbauend der CO2 Ausstoß - soll sich mit Hilfe des geeigneten Einsatzes von Mikro-ÖV Lösungen verbessern.
  • Durch den Einsatz von Mikro-ÖV Systemen oder liniengebundenem öffentlichen Personennahverkehr soll die Anzahl von Individualfahren reduziert werden, was sich positiv auf den Emmisionsausstoß von CO2 auswirkt.

Projektlaufzeit:

von 01.09.2012 bis 30.07.2013

Teilnehmende Gemeinden:

Das Untersuchungsgebiet umfasst das obere Mürztal mit den Gemeinden

  • Spital am Semmering
  • Mürzzuschlag
  • Krieglach (mit Sankt Kathrein am Hauenstein, Ratten und Rettenegg)
  • Kapellen
  • Altenberg an der Rax
  • Neuberg an der Mürz
  • Mürzsteg

Budget/Förderung:

75 % der Gesamtkosten (limitiert mit 45.000,-- Euro) werden vom Klima- und Energiefonds gefördert, der Rest wird von den teilnehmenden Gemeinden aus Eigenmitteln eingebracht.

Projektpartner:

FH Joanneum - Institut für Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement

  • FH-Prof. DI MPBL Hans-Georg Frantz